Praktikumsbericht: Landespolitik hautnah

Christian Schmiedt absolvierte ein sechswöchiges Praktikum im Landtagsbüro

 

Mein Name ist Christian Schmiedt, ich bin 22 Jahre alt und hatte das Glück, für sechs Wochen bei Herrn Christos Katzidis im Landtag NRW ein Praktikum machen zu dürfen. Ich habe in dieser Zeit sehr viele interessante Eindrücke gewinnen können und wurde vom ersten Tag an stark ins Tagesgeschehen mit eingebunden, sodass meine Erwartungen diesbezüglich übertroffen wurden.

Die Referentin im Landtagsbüro, Frau Julia Barfod, hat mir geholfen einen Zeitplan zu erstellen und mich beraten an welchen Terminen, vorwiegend Ausschüsse, ich teilnehmen solle. Darüber hinaus hat sie mich stets mit interessanten Aufgaben versorgt, zum Beispiel durfte ich einen Report zum Klimakabinett vom 20. September 2019 verfassen und konnte diesen bis auf wenige Vorgaben selbst gestalten und selber recherchieren.

Besuch im Haus des Jugendrechts

Besonders spannend war, als ich Herrn Katzidis zum Haus des Jugendrechts in Köln begleiten durfte. Dort trafen wir uns mit Polizisten, Staatsanwälten und Jugendsozialarbeitern die alle zusammen seit zehn Jahren im Haus arbeiten, um im Informationsaustausch und genereller Zusammenarbeit möglichst effektiv zu sein. An diesem Tag ging es um das Intensivtäterprogramm für Jugendliche im Alter von 14-20 Jahren. Die drei verschiedenen Gruppen stellten uns Ihre Arbeit aus der jeweiligen Perspektive vor und erklärten uns wo Ihre Ziele und Prioritäten liegen. Das Gespräch war sehr offen und jeder durfte Anregungen kommunizieren und am Ende durften die Verantwortlichen noch Wünsche an die Landes- und Kommunalpolitik äußern. Dieser Termin wird mir nicht nur von der Thematik, sondern auch von der Art des Gesprächs besonders in Erinnerung bleiben.

Des Weiteren hatte ich das Glück viele Ausschüsse besuchen zu dürfen. Hierbei ging es mal um die potentiellen Auswirkungen des Brexit auf NRW und mal um die Nacharbeitung des Falles Lügde.

Doch am interessantesten war der Verkehrsausschuss zur Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“. Zunächst hatte ich die Ehre den Abgeordneten Oliver Krauß kennenzulernen. Anschließend im Ausschuss haben die Repräsentanten der Initiative Ihre Ziele und Maßnahmen vorgestellt. Unter anderem soll der Verkehr bis 2025 zu 25% aus Radfahrern bestehen und jedes Jahr 300 Kilometer überregionale Fahrradwege gebaut werden. Diese Vorschläge sind natürlich sehr ambitioniert und riefen zurecht Skepsis in den meisten Fraktionen hervor, aber dennoch ist der Ansatz richtig und Fahrradfahren sollte im Rahmen des Klimaschutzes eine wichtigere Rolle übernehmen, da der Großteil der Aufmerksamkeit bislang meistens nur von auf die Entwicklung elektrischer Fahrzeuge gerichtet wird.

Nach oben