NRW-Koalition macht weiter Druck auf Clans

Christos Katzidis zum Lagebild Clankriminalität

Das Landeskriminalamt NRW hat das deutschlandweit erste Lagebild Clankriminalität erstellt. Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christos Katzidis: 

„Die Clankriminalität wurde vor dem Regierungswechsel sträflich vernachlässigt. Das wird immer deutlicher. Sie ist bundesweit ein Problem, aber ein Schwerpunkt liegt hier in Nordrhein-Westfalen. Es ist wichtig, dass wir Klarheit über die Dimension haben, um den vorhandenen Druck weiter zu erhöhen. Mit der erstmaligen Erstellung des Lagebilds Clankriminalität setzen wir eine weitere Zusage aus dem Koalitionsvertrag um. Rot-Grün hat jahrelang Hinweise auf die Machenschaften der kriminellen Großfamilien ignoriert. Das hat Folgen: Jetzt haben wir eine feste Clanstruktur, die wir mühsam wieder aufbrechen müssen. Vielleicht wacht auch die SPD jetzt endlich auf, die immer noch behauptet, dass Clankriminalität nicht als Priorität in der Verbrechensbekämpfung gesehen werden muss. 

Dabei geht es nicht nur um Bagatelldelikte wie unbezahlte Ordnungswidrigkeiten, sondern insbesondere auch um Schwerstkriminalität. Das Lagebild des LKA zeigt deutlich, dass Clans im ganzen Land, vor allem aber in Großstädten und an der Ruhrschiene, aktiv sind. 

Dem werden wir weiterhin unsere Null-Toleranz-Strategie entgegensetzen. Der Innenminister hat angekündigt, diese Parallelwelten mit allen Mitteln des Rechtsstaats aufbrechen zu wollen. Das ist der richtige Weg, den wir als CDU-Fraktion nachhaltig unterstützen.“ 


Hintergrund: 
 

Das LKA berichtet im Lagebild von 104 Clans, deren Mitglieder in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2016 bis 2018 auffällig geworden sind. Nach dem Lagebild gibt es rund 6.500 Tatverdächtige und rund 14.200 Straftaten, die Clan-Mitgliedern von 2016 bis 2018 zugeordnet werden. Die Delikte reichen von Nötigung bis zu Tötungsdelikten. 

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